Vereinschronik
Über 100 Jahre Vereinsgeschichte
Vereinsgründung
Gründung am 18. Dezember im Gasthaus "Zum Adler", einberufen und geleitet durch Karl Haas (Kork). Der Verein heißt zunächst "Fußballverein Diersheim", Vereinszeichen: dreiblättriges Kleeblatt, Farben: grün-weiß. Erster Vorstand: Jakob Hauß VIII., Wilhelm Heinzelmann, Michael Schneider, Karl Scheidecker.
Start unter einfachen Bedingungen
Kein eigener Sportplatz, Material knapp: erste Bälle und Ausrüstung nur improvisiert beschaffbar. Neben Fußball wird auch "Sport im Allgemeinen" betrieben, u. a. Leichtathletik.
Kultur gehört dazu
Aufbau einer Freilichtbühne in der "Selsau" und Aufführung von Theaterstücken – der Verein wirkt auch kulturell ins Dorf hinein.
Musikabteilung gegründet
Innerhalb des Vereins entsteht eine Musikabteilung.
Eigene Satzung der Musikabteilung
Am 18. Januar erhält die Musikabteilung eine eigene Satzung.
Trennung & Gründung Musikverein
Die Musikabteilung löst sich aus dem Sportverein – daraus entsteht der Musikverein Diersheim.
Erster Sportplatz "Obere Grünmatt"
Die Gemeinde stellt gegen Pacht die "Obere Grünmatt" als Platz zur Verfügung – Fußball bleibt Hauptsportart, Leichtathletik wird weiter betrieben.
Zusammenschluss
Verhandlungen und Zusammenschluss mit dem 1929/30 gegründeten Schützen-Sportverein.
Genehmigung "Sportverein Diersheim"
Am 5. Januar offizielle Genehmigung durch den Reichssportführer-Beauftragten – hier erfolgt die Namensänderung zum "Sportverein Diersheim".
Krieg stoppt Vereinsleben
Mit dem Zweiten Weltkrieg kommt die Vereinstätigkeit zum Erliegen; Unterlagen zur Frühzeit gehen im Krieg verloren.
Neustart-Gedanke
Ende des Jahres: Erste Treffen und Gespräche, um den Verein wiederaufleben zu lassen.
Neugründung nach dem Krieg
Da Vereine durch die Militärregierung verboten/aufgelöst sind, wird neu gegründet: 2. Januar Gründungsversammlung (37 Personen), 29. Juni offizielle Versammlung im "Adler" nach Genehmigungsverfahren. Otto Wurz übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden.
Schwierige Nachkriegsjahre
Mitgliedschaft ist teils eingeschränkt, Ausrüstung wird zusammengesucht, Sporthemden teils über Schwarzhandel beschafft; viel Zusammenhalt zwischen Jung und Alt.
Honauer Spieler helfen mit
Viele Sportbegeisterte aus Honau spielen mit; die Aktiven bestehen teils zur Hälfte aus Honauern – ausdrücklich als vorbildliche Kameradschaft beschrieben.
Abgänge Richtung Honau
Nach Gründung des SV Honau gehen Honauer Spieler zurück – Ersatz gelingt durch eigene talentierte Jugendspieler.
Ehrenmitgliedschaft
Fritz Rudloff, der älteste Honauer Aktive, wird stellvertretend für alle Honauer Sportfreunde zum Ehrenmitglied ernannt.
Frauenhandballmannschaft
Es entsteht eine Frauenhandballmannschaft, die viele Spiele austrägt.
"Obere Grünmatt" wird ungeeignet
Der Platz wird wieder als Acker genutzt; Plan entsteht, in der "Selsau" ein neues Sportgelände zu errichten.
Einweihung "Altes Sporthaus" (Selsau)
Mit viel Eigenleistung, Hilfe der Gemeinde und Lottomitteln entsteht Sportplatz mit Sporthaus und Tribüne; der alte Platz bleibt bis heute Trainingsgelände.
Aufstieg in die B-Klasse
Mit Trainer Emil Baumert gelingt der Aufstieg (nur ein Verlustpunkt). Flutlicht ermöglicht Abendtraining – der Verein hält sich acht Spielzeiten in dieser Klasse.
Rheinhochwasser & Überflutungen
Starke, anhaltende Überflutungen der Sportanlage führen zu Überlegungen für ein neues Sportgelände.
Entschluss: neues Sportgelände
Der Plan reift, erneut Sportplatz und Sporthaus zu bauen – diesmal höher und besser nutzbar.
Abstieg aus der B-Klasse
Sportlich muss der Abstieg hingenommen werden.
Wiederaufstieg in die B-Klasse
Schon drei Spielzeiten nach dem Abstieg gelingt der Wiederaufstieg (für vier weitere Jahre).
Einweihung Sportgelände Rheinwaldstraße
Nach mehrjähriger Bauzeit wird das neue Sportgelände durch Bürgermeister Stephan und 1. Vorsitzenden Kurt Bless eingeweiht.
Wechsel im Vorsitz
Werner Karcher übergibt den 1. Vorsitz (von Kurt Bless übernommen) an Dieter Stephan.
Häufige Auf- und Abstiege
Sportlich sehr wechselhafte Jahre mit häufigem Auf und Ab zwischen B- und C-Klasse.
Aufstieg in die Kreisliga A
Erstmals gelingt der Sprung in die neu benannte Kreisliga A.
Schwierige Phase & Spielgemeinschaften
Geburtenschwache Jahrgänge: im Nachwuchs entstehen Spielgemeinschaften, das wirkt später auch auf den Seniorenbereich – weiterhin Auf- und Abstiege.
Neuer Vorsitz & Verjüngung
Herbert Baumert wird 1. Vorsitzender; Vorstandschaft wird deutlich verjüngt – frischer Wind und Ziel Wiederaufstieg.
Etablierung in der Kreisliga A
Dauerhafte Stabilisierung in der Kreisliga A; unter Trainer Dieter Kimmer beginnt ein sehr erfolgreiches Jahrzehnt.
Historischer Bezirksliga-Aufstieg
Sensationssieg im Aufstiegsspiel gegen SV Rust – erster Aufstieg in die Bezirksliga. So hoch spielte Diersheim noch nie!
Direkter Abstieg
Nach nur einem Jahr folgt der Abstieg zurück in die Kreisliga.
Meister & 2. Bezirksliga-Aufstieg
Unter Trainer Rainer Metz wird der SVD Meister der A-Klasse und steigt erneut in die Bezirksliga auf.
Verletzungspech & erneuter Abstieg
Der ohnehin kleine Kader wird dezimiert; Abstieg folgt. Als Highlight wird ein Auswärtssieg bei der SpVgg Schiltach genannt.
Sportlicher Umbruch & Vorstandswechsel
Viele Leistungsträger hören auf; die Zweite wird teils durch AH-Spieler gestützt. Herbert Baumert übergibt den Vorsitz an Karsten Schulz.
Vorsitzübergabe an Stefan Schlegel
Nach sechs Jahren gibt Karsten Schulz ab; Stefan Schlegel übernimmt und prägt den Verein langfristig.
90-jähriges Jubiläum
Jubiläumsfest im großen Zelt.
Spielbetrieb gesichert
Zur Stabilisierung kommen u. a. französische Freunde hinzu; Sprachbarrieren werden durch Daniel Wayoff überbrückt.
1.-Mai-Hock & Renovierung Sporthaus
Erstmals Ausrichtung des 1.-Mai-Hocks am Baggerloch (seitdem jährlich). Außerdem wird das alte Sporthaus mit großem ehrenamtlichem Engagement renoviert und bleibt ein wichtiger Ort für Vereinsfeste.
Sporthaus unter Vereinsregie
Durch strukturelle Änderungen fällt das Sporthaus in die Regie des Vereins; dazu viele Arbeitseinsätze und Sanierung der sanitären Anlagen in Eigenleistung.
775 Jahre Diersheim – SVD mittendrin
Beitrag zum Dorfjubiläum (u. a. Paella, Sangria, Stimmung) – möglich durch viele Helfer und Mitglieder.
Jugendarbeit & sportlicher Aufschwung
Umstrukturierung der SG Rheinau zum Jugendförderverein Rheinau-Lichtenau (E- bis A-Jugend aus sechs Vereinen). Mit Trainer Armin Reichmann und Verstärkungen sportlicher Aufschwung; Relegation knapp verloren.
Meisterjahr
Eines der erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte: Beide Seniorenmannschaften feiern die Meisterschaft; der SVD krönt die Entwicklung mit dem Titel in der Kreisliga B.
Zaun gegen Wildschäden
Wegen zunehmender Wildschäden wird eine Zaunanlage an der Selzau gebaut – die Corona-Unterbrechung wird für die Umsetzung genutzt.
Corona: Saisonabbruch
Nach gutem Start in der A-Klasse wird die Saison nach zehn Spielen abgebrochen; der SVD steht als Aufsteiger auf Rang 3.
Kreisliga A & Sanierung Sporthausgaststätte
Der 3. Tabellenplatz wird nach spannendem Dreikampf erneut erreicht. Während der Coronapause wird die über 40 Jahre alte Gaststätte grundlegend erneuert (Küche, Kühlräume, Gastraum) – getragen durch Eigeninitiative und ehrenamtliche Helfer.
Jubiläumsjahr "100+1"
Das Jubiläum wird coronabedingt als "100+1 Jahre" gefeiert; das Sportfest 2022 bildet den Rahmen für Spiele, Turniere und Jubiläumsabend.
Doppel-Erfolg
1. Platz Herren Kreisliga A Nord und Bezirkspokal-Sieger.
Moderner Dorfverein
Alt-Herren-Betrieb bringt viele Titel, Fastnacht mit voller Halle und drei Prinzengarden (5–22 Jahre) prägen das Vereinsleben. Der SV Diersheim ist mit über 400 Mitgliedern ein fester Bestandteil der Gemeinde.