Vereinschronik

Über 100 Jahre Vereinsgeschichte

1921

Vereinsgründung

Gründung am 18. Dezember im Gasthaus "Zum Adler", einberufen und geleitet durch Karl Haas (Kork). Der Verein heißt zunächst "Fußballverein Diersheim", Vereinszeichen: dreiblättriges Kleeblatt, Farben: grün-weiß. Erster Vorstand: Jakob Hauß VIII., Wilhelm Heinzelmann, Michael Schneider, Karl Scheidecker.

1921–1924

Start unter einfachen Bedingungen

Kein eigener Sportplatz, Material knapp: erste Bälle und Ausrüstung nur improvisiert beschaffbar. Neben Fußball wird auch "Sport im Allgemeinen" betrieben, u. a. Leichtathletik.

Frühe 1920er

Kultur gehört dazu

Aufbau einer Freilichtbühne in der "Selsau" und Aufführung von Theaterstücken – der Verein wirkt auch kulturell ins Dorf hinein.

1925

Musikabteilung gegründet

Innerhalb des Vereins entsteht eine Musikabteilung.

1926

Eigene Satzung der Musikabteilung

Am 18. Januar erhält die Musikabteilung eine eigene Satzung.

1927

Trennung & Gründung Musikverein

Die Musikabteilung löst sich aus dem Sportverein – daraus entsteht der Musikverein Diersheim.

Späte 1920er

Erster Sportplatz "Obere Grünmatt"

Die Gemeinde stellt gegen Pacht die "Obere Grünmatt" als Platz zur Verfügung – Fußball bleibt Hauptsportart, Leichtathletik wird weiter betrieben.

1935

Zusammenschluss

Verhandlungen und Zusammenschluss mit dem 1929/30 gegründeten Schützen-Sportverein.

1936

Genehmigung "Sportverein Diersheim"

Am 5. Januar offizielle Genehmigung durch den Reichssportführer-Beauftragten – hier erfolgt die Namensänderung zum "Sportverein Diersheim".

1939–1945

Krieg stoppt Vereinsleben

Mit dem Zweiten Weltkrieg kommt die Vereinstätigkeit zum Erliegen; Unterlagen zur Frühzeit gehen im Krieg verloren.

1945

Neustart-Gedanke

Ende des Jahres: Erste Treffen und Gespräche, um den Verein wiederaufleben zu lassen.

1946

Neugründung nach dem Krieg

Da Vereine durch die Militärregierung verboten/aufgelöst sind, wird neu gegründet: 2. Januar Gründungsversammlung (37 Personen), 29. Juni offizielle Versammlung im "Adler" nach Genehmigungsverfahren. Otto Wurz übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden.

1946–späte 1940er

Schwierige Nachkriegsjahre

Mitgliedschaft ist teils eingeschränkt, Ausrüstung wird zusammengesucht, Sporthemden teils über Schwarzhandel beschafft; viel Zusammenhalt zwischen Jung und Alt.

1946–1948

Honauer Spieler helfen mit

Viele Sportbegeisterte aus Honau spielen mit; die Aktiven bestehen teils zur Hälfte aus Honauern – ausdrücklich als vorbildliche Kameradschaft beschrieben.

1948

Abgänge Richtung Honau

Nach Gründung des SV Honau gehen Honauer Spieler zurück – Ersatz gelingt durch eigene talentierte Jugendspieler.

1949

Ehrenmitgliedschaft

Fritz Rudloff, der älteste Honauer Aktive, wird stellvertretend für alle Honauer Sportfreunde zum Ehrenmitglied ernannt.

Späte 1940er

Frauenhandballmannschaft

Es entsteht eine Frauenhandballmannschaft, die viele Spiele austrägt.

Frühe 1950er

"Obere Grünmatt" wird ungeeignet

Der Platz wird wieder als Acker genutzt; Plan entsteht, in der "Selsau" ein neues Sportgelände zu errichten.

1954

Einweihung "Altes Sporthaus" (Selsau)

Mit viel Eigenleistung, Hilfe der Gemeinde und Lottomitteln entsteht Sportplatz mit Sporthaus und Tribüne; der alte Platz bleibt bis heute Trainingsgelände.

1962/63

Aufstieg in die B-Klasse

Mit Trainer Emil Baumert gelingt der Aufstieg (nur ein Verlustpunkt). Flutlicht ermöglicht Abendtraining – der Verein hält sich acht Spielzeiten in dieser Klasse.

1960er

Rheinhochwasser & Überflutungen

Starke, anhaltende Überflutungen der Sportanlage führen zu Überlegungen für ein neues Sportgelände.

1966

Entschluss: neues Sportgelände

Der Plan reift, erneut Sportplatz und Sporthaus zu bauen – diesmal höher und besser nutzbar.

1971

Abstieg aus der B-Klasse

Sportlich muss der Abstieg hingenommen werden.

ca. 1974

Wiederaufstieg in die B-Klasse

Schon drei Spielzeiten nach dem Abstieg gelingt der Wiederaufstieg (für vier weitere Jahre).

1975

Einweihung Sportgelände Rheinwaldstraße

Nach mehrjähriger Bauzeit wird das neue Sportgelände durch Bürgermeister Stephan und 1. Vorsitzenden Kurt Bless eingeweiht.

1981

Wechsel im Vorsitz

Werner Karcher übergibt den 1. Vorsitz (von Kurt Bless übernommen) an Dieter Stephan.

Bis 1983/84

Häufige Auf- und Abstiege

Sportlich sehr wechselhafte Jahre mit häufigem Auf und Ab zwischen B- und C-Klasse.

1984

Aufstieg in die Kreisliga A

Erstmals gelingt der Sprung in die neu benannte Kreisliga A.

1984–1990

Schwierige Phase & Spielgemeinschaften

Geburtenschwache Jahrgänge: im Nachwuchs entstehen Spielgemeinschaften, das wirkt später auch auf den Seniorenbereich – weiterhin Auf- und Abstiege.

1990

Neuer Vorsitz & Verjüngung

Herbert Baumert wird 1. Vorsitzender; Vorstandschaft wird deutlich verjüngt – frischer Wind und Ziel Wiederaufstieg.

1992/93

Etablierung in der Kreisliga A

Dauerhafte Stabilisierung in der Kreisliga A; unter Trainer Dieter Kimmer beginnt ein sehr erfolgreiches Jahrzehnt.

1995

Historischer Bezirksliga-Aufstieg

Sensationssieg im Aufstiegsspiel gegen SV Rust – erster Aufstieg in die Bezirksliga. So hoch spielte Diersheim noch nie!

1996

Direkter Abstieg

Nach nur einem Jahr folgt der Abstieg zurück in die Kreisliga.

2000/2001

Meister & 2. Bezirksliga-Aufstieg

Unter Trainer Rainer Metz wird der SVD Meister der A-Klasse und steigt erneut in die Bezirksliga auf.

2001/2002

Verletzungspech & erneuter Abstieg

Der ohnehin kleine Kader wird dezimiert; Abstieg folgt. Als Highlight wird ein Auswärtssieg bei der SpVgg Schiltach genannt.

2002

Sportlicher Umbruch & Vorstandswechsel

Viele Leistungsträger hören auf; die Zweite wird teils durch AH-Spieler gestützt. Herbert Baumert übergibt den Vorsitz an Karsten Schulz.

2008

Vorsitzübergabe an Stefan Schlegel

Nach sechs Jahren gibt Karsten Schulz ab; Stefan Schlegel übernimmt und prägt den Verein langfristig.

2011

90-jähriges Jubiläum

Jubiläumsfest im großen Zelt.

2012

Spielbetrieb gesichert

Zur Stabilisierung kommen u. a. französische Freunde hinzu; Sprachbarrieren werden durch Daniel Wayoff überbrückt.

2014

1.-Mai-Hock & Renovierung Sporthaus

Erstmals Ausrichtung des 1.-Mai-Hocks am Baggerloch (seitdem jährlich). Außerdem wird das alte Sporthaus mit großem ehrenamtlichem Engagement renoviert und bleibt ein wichtiger Ort für Vereinsfeste.

2015

Sporthaus unter Vereinsregie

Durch strukturelle Änderungen fällt das Sporthaus in die Regie des Vereins; dazu viele Arbeitseinsätze und Sanierung der sanitären Anlagen in Eigenleistung.

2016

775 Jahre Diersheim – SVD mittendrin

Beitrag zum Dorfjubiläum (u. a. Paella, Sangria, Stimmung) – möglich durch viele Helfer und Mitglieder.

2018/2019

Jugendarbeit & sportlicher Aufschwung

Umstrukturierung der SG Rheinau zum Jugendförderverein Rheinau-Lichtenau (E- bis A-Jugend aus sechs Vereinen). Mit Trainer Armin Reichmann und Verstärkungen sportlicher Aufschwung; Relegation knapp verloren.

2019/2020

Meisterjahr

Eines der erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte: Beide Seniorenmannschaften feiern die Meisterschaft; der SVD krönt die Entwicklung mit dem Titel in der Kreisliga B.

2020

Zaun gegen Wildschäden

Wegen zunehmender Wildschäden wird eine Zaunanlage an der Selzau gebaut – die Corona-Unterbrechung wird für die Umsetzung genutzt.

2020/2021

Corona: Saisonabbruch

Nach gutem Start in der A-Klasse wird die Saison nach zehn Spielen abgebrochen; der SVD steht als Aufsteiger auf Rang 3.

2021/2022

Kreisliga A & Sanierung Sporthausgaststätte

Der 3. Tabellenplatz wird nach spannendem Dreikampf erneut erreicht. Während der Coronapause wird die über 40 Jahre alte Gaststätte grundlegend erneuert (Küche, Kühlräume, Gastraum) – getragen durch Eigeninitiative und ehrenamtliche Helfer.

2022

Jubiläumsjahr "100+1"

Das Jubiläum wird coronabedingt als "100+1 Jahre" gefeiert; das Sportfest 2022 bildet den Rahmen für Spiele, Turniere und Jubiläumsabend.

2024/2025

Doppel-Erfolg

1. Platz Herren Kreisliga A Nord und Bezirkspokal-Sieger.

Heute

Moderner Dorfverein

Alt-Herren-Betrieb bringt viele Titel, Fastnacht mit voller Halle und drei Prinzengarden (5–22 Jahre) prägen das Vereinsleben. Der SV Diersheim ist mit über 400 Mitgliedern ein fester Bestandteil der Gemeinde.